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Mit 4.300 ha Rebfläche gehört die Nahe eher zu den kleineren Anbaugebieten in Deutschland, es zählt aufgrund seiner geologischen Vielfalt der Böden ohne Frage zu den interessantesten Regionen.
Bei Wallhausen findet man devonisches Gestein (Phylitte, Grünschiefer und Quarzit), ein klassischer Riesling-Standort. Sehr oft steht auch Gestein des Rotliegenden an, darunter sind die hochgeschleppten Schollen karbonischen Ursprungs bei Niederhausen außergewöhnlich. Die Vulkanverwitterungsböden von Schloßböckelheim eignen sich perfekt für den Rieslinganbaus. In fast allen Lagen findet man sonst noch Meeressand und Kies, Löß und Lößlehm.
Bereits vor hundert Jahren gab es eine Art Lagenklassifikation an der Nahe, die sich an einer dreistufigen Grundsteuer der jeweiligen Parzelle orientierte. Das Ergebnis wurde 1901 in der "Nahe-Weinbaukarte für den Regierungsbezirk Coblenz" dokumentiert.
Diese historische Karte diente als Grundlage für das Lagen-Statut von 1997 des VDP. Nur noch Rieslingsweine dürfen aus den besten Weinbergen mit Lagenbezeichnung angeboten werden. Alle anderen Rebsorten, müssen ohne Lagenbezeichnung vermarktet werden müssen, selbst wenn sie in einer der "Grand-Cru-Lagen" angepflanzt sein sollten. Kleine Erträge tun ihr Übriges.