Frankreich >> Burgund

Burgund ist eine sehr lang gezogene Weinregion, in der die Weinorte teilweise wie an einer Perlenschnur aufgereiht liegen. Oft nur einige hundert Meter breit in West-Ost Ausdehnung, erstrecken sich die einzelnen Teilgebiete über bis zu 50 km in Nord-Süd-Richtung an den Hängen zwischen Hochebene und Flusstal zwischen Paris und Lyon. 23.700 ha fürs Beaujolais und 26.000 ha fürs nördliche Burgund.
Nicht weit von Paris liegt das Chablis Gebiet und das weniger bekannte Auxerrois. Unmittelbar südlich von Dijon, der Hauptstadt von Burgund, beginnt der edelste Teil mit der Côte de Nuits und Côte de Beaune. Weiter nach Süden folgen fast ohne Unterbrechung die Côte Chalonnaise, das Maconnais und das Beaujolais, welches die Region erst kurz vor den Toren Lyons abschließt.
Auch in Burgund wird die Kunst des Weinherstellens seit Jahrtausenden gepflegt. Bereits vor der römischen Invasion wurden von den Kelten an den geschützten Hanglagen Trauben gepflanzt. Die Römer, später die Franken, aber vor allem die mächtigen Benediktiner Klöster in Cluny und Vougeot ab 910, sowie die Zisterzienser ab 1098 prägten die Weinkultur. Durch den Papstsitz in Avignon kam der Burgundische Wein zu Ruhm. Über die Saône und Rhône war der Transport nach Süden einfach. Per Karren nach Paris fast unmöglich. Bis zur Französischen Revolution hatten die Klöster das Sagen in Sachen Wein. Und es wurde bereits damals höchste Qualität produziert. Kontinentales Klima sichert relativ trockene Sommer (zum Herbst hin kann sich die Ernte durch viel Regen schwierig gestalten) und warme Temperaturen. Daher werden hier früh reifende Trauben gebraucht. Pinot Noir für den Rotwein und Chardonnay für den Weißwein. Im Beaujolais wird Gamay für den Roten verwendet.

Rotwein und Weißwein